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    Protestkundgebung

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    Protestkundgebung vor der Frankfurter Rundschau Ulrich Janßen Protestkundgebung vor der Frankfurter Rundschau  – Protestkundgebung vor der Frankfurter Rundschau

    Protestkundgebung am 19. Februar 2013 vor dem Verlagsgebäude der „Frankfurter Rundschau“

    Belegschaft fordert mehr Unterstützung von den Gesellschaftern des Druck- und Verlagshauses

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ruft für Dienstag, 19. Februar 2013, um 13.30 Uhr zu einer Protestkundgebung vor dem Verlagsgebäude der „Frank­furter Rundschau“ am Karl-Gerold-Platz in Frankfurt-Sachsenhausen auf. 450 Beschäftigte des Druck- und Verlagshauses und seiner Tochterunternehmen stehen vor der Arbeitslosigkeit. Sie wollen end­lich wissen, ob sie mit zusätzlicher Unterstützung der beiden Hauptgesellschafter des Druck- und Verlagshauses, der Mediengruppe DuMont Schauberg (MDS) und der SPD-Holding ddvg, rechnen können. Die für sechs Monate in Aussicht gestellte Transfergesellschaft ist nicht ausreichend. „Sechs Monate sind schnell vorbei, danach stehen viele unserer Kolleginnen und Kollegen vor dem beruf­lichen und sozialen Aus “, befürchtet Manfred Moos vom ver.di-Fachbereich Medien in Hessen.

    „Wir erwarten deshalb von MDS und ddvg weitergehende Unterstützung.“ Bisher hätten die beiden Gesellschafter aber nicht einmal auf die ver.di-Forderung reagiert, zunächst einmal wenigstens den Insolvenz-Sozialplan vorzufinanzieren. „Bleibt es dabei, dann müssen die Betroffenen noch mehrere Jahre bis zum Ende des Insolvenzverfahrens auf die ohnehin geringen Zahlungen warten.“ Diese Hartleibigkeit von MDS und ddvg werde in Druckerei und Verlag nur noch als demütigend wahr­genommen, nachdem die Beschäftigten über viele Jahre hinweg durch Verzicht auf Jahresleistung und Urlaubsgeld Sanierungsbeiträge in zweistelliger Millionenhöhe geleistet haben.

    Zur Teilnahme an der Protestkundgebung ruft ver.di auch alle auf, die sich solidarisch mit den Beschäftigten der Frankfurter Rundschau zeigen wollen. Auch die Leserinnen und Leser der Frank­furter Rundschau sind herzlich willkommen“, erklärt ver.di. Die inzwischen mehr als 10.000 allein bei ver.di eingegangenen Solidaritätsunterschriften zeigten deutlich, dass den Bürgerinnen und Bürgern des Rhein-Gebiets das Schicksal der Rundschau und ihrer Beschäftigten nicht egal ist. Auch Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, viele Bundestags- und Landtagsabgeordnete sowie zahlreiche Betriebs- und Personalräte haben ihre Solidarität erklärt.

    Auf der Kundgebung werden unter anderem der der hessische ver.di-Landesleiter Jürgen Bothner und der Vorsitzende des Rundschau-Betriebsrats, Marcel Bathis, sprechen.