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    TK gibt Grünes Licht für die Urabstimmung

    TK gibt Grünes Licht für die Urabstimmung

    Urabstimmung wird gefordert im februar 2014 Joachim E. Röttgers/Graffiti Urabstimmung wird gefordert im Februar 2014  – Gerhard Manthey (links) und Joachim Kreibich bei der zentralen Kundgebung in Tübingen

    dju-Tarifkommission sendet Dank und Respekt an die Streikenden bei den Tageszeitungen

    „Die Welle trägt und gibt uns Schwung für die nächste Verhandlungsrunde“ – Das war die Einschätzung der Tarifkommission der dju in ver.di, die heute (28. Februar 2014) in Berlin getagt hat. Die Tarifkommissionsmitglieder berichteten von den verschiedenen, zum Teil mehrtägigen Streiks, an denen sich in der vergangenen Woche mehrere Tausend Beschäftigte aus den Tageszeitungen zusammen mit Verlagsangestellten und den Kolleginnen und Kollegen in der Druckindustrie, die ebenfalls für ihre Tarife streikten.

    Kolleginnen und Kollegen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen waren waren dem Streikaufruf der dju in ver.di gefolgt und hatten auf Kundgebungen, Demonstrationen und bei Versammlungen in den Betrieben ihren Forderungen nach deutlichen Gehaltserhöhungen, der Ausweitung der Geltungsbereiche in den Tarifverträgen auch auf die Onliner und eine Reform der Ausbildungsbedingungen Nachdruck verliehen. „Das stärkt unsere Forderungen in der kommenden Tarifrunde und verdient unseren Dank und unseren Respekt“, so die Auffassung der Tarifkommissionsmitglieder.

    Sie bekräftigten mit ihren Diskussionen mit Blick auf die nächste Verhandlungsrunde für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie bei Tageszeitungen am 8. März in Hamburg die Forderungen der dju in ver.di nach 5,5 Prozent mehr Geld, die Einbeziehung der Onliner in die Tarifverträge und einer dem crossmedialen Arbeiten entsprechenden Ausbildung: „Wir wollen keine Verschlechterungen, sondern Tarifverträge, die dem Wert unserer täglichen Arbeit in den Redaktionen entsprechen.“

    Um diesen Forderungen angesichts des erklärten Willens des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), sich einen Abschluss nichts kosten zu lassen, noch mehr Nachdruck zu verleihen, hat die dju-Tarifkommission grünes List für Urabstimmungen und eine mögliche Ausweitung der Streiks gegeben. In einigen Regionen laufen schon die Planungen auch Ende kommender Woche erneut die Arbeit nieder zu legen. Die Aktionen werden nun in den jeweiligen Landesbezirken koordiniert. „Wir gehen kämpferisch und mit Spaß in die kommende Woche“, so fasste ein Mitglied der dju-Tarifkommission die Debatte am Schluss zusammen.

    Beim Streiken geht es ums Geld. Als ver.di-Mitglied erhalten Streikende zum Ausgleich des Lohnausfalls ein Streikgeld. Alle Informationen und einen hilfreichen Streikgeldrechner findest du hier.