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    Abschied von Ulrich Janßen

    Abschied von Ulrich Janßen

    Er wird uns unendlich fehlen: Die dju in ver.di trauert um ihren Vorsitzenden Uli Janßen.
    Wir haben auf M-online eine Kondolenzseite eingerichtet, auf der alle, die dies möchten, einen persönlichen Abschiedsgruß hinterlassen können.

    Ulrich Janßen Christian von Polentz/transitfoto.de Ulrich Janßen

    Ulrich Janßen, Vorsitzender der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di und Vorsitzender des Bundesvorstands des Fachbereichs Medien, Kunst und Industrie wurde in der Nacht auf den 31. März 2017 in Berlin nach schwerer Krankheit im Alter von nur 61 Jahren aus dem Leben gerissen.

    Wir trauern um einen Freund und Kollegen, einen engagierten Kämpfer für die Rechte und die gesellschaftliche Rolle und Verantwortung von Journalistinnen und Journalisten.

    Uli Janßen ist für uns alle ein Vorbild als Gewerkschafter und Betriebsrat. Er war unermüdlich für seine Kolleginnen und Kollegen da, als Betriebsratsvorsitzender in seinem Verlag der Nordwest-Zeitung in Oldenburg, als Referent bei Schulungen, als inspirierender Gesprächspartner und Ratgeber für Medienschaffende in der gesamten Branche.


    Sein Engagement im Betrieb führte ihn folgerichtig über Gewerkschaftsfunktionen auf Landesebene seit 2007 auch in den Bundesvorstand der dju in ver.di, deren Vorsitz er 2008 übernahm. Als Vorsitzender setzte er seine engagierte Mitarbeit in der Tarifkommission der dju in ver.di in verantwortlicher Position fort, begleitete bundesweit die notwendigen und oft harten tariflichen Arbeitskämpfe der Journalistinnen und Journalisten, war präsent, kollegial, aufmunternd, hilfreich und herzlich. Wir konnten mit ihm kämpfen, wir konnten mit ihm lachen und uns mit ihm auch über Themen jenseits der aktuellen ver.di-Politik austauschen: Persönlich, kulturell oder – für ihn als Sportredakteur besonders naheliegend - über Sport, möglichst einen mit Bällen.

    Weit über den journalistischen Bereich hinaus galt sein Interesse und sein Engagement der politischen Gewerkschaftsarbeit in ver.di. Mit breiter Zustimmung hat er deshalb viele weitere Aufgaben übernommen. So wurde er 2015 zum Vorsitzenden des Bundesvorstandes des Fachbereiches Medien, Kunst und Industrie gewählt.

    Ausgleichend, vermittelnd, verständnisvoll und ergebnisorientiert, hat er unterschiedliche Positionen aufgenommen und zu gemeinsamen Zielen zusammengeführt.

    Wir trauern um ihn, mit seiner Lebensgefährtin, seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden, seinen Kolleginnen und Kollegen.

    Der Platz an ihrer und unserer Seite ist leer, es bleibt eine unfassbare Lücke.

    Er wird uns unendlich fehlen.

    Berlin, 31. März 2017
    Frank Werneke
    stellv. ver.di-Vorsitzender