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    Keine Bewegung beim BDZV – Dann müssen wir uns bewegen: Auf …

    Keine Bewegung beim BDZV – Dann müssen wir uns bewegen: Auf die Straße!

    Demo in Lübeck Herbert Steinfort Gruppenbild mit vielen ver.di-Fahnen in Lübeck

    dju-Tarifinfo: Auf zum 1. Mai, denn geht es nach BDZV, sollen die Kolleginnen und Kollegen weiter Reallohnverlust erleiden

    Auch in der fünften Verhandlungsrunde für die rund 13.000 freien und fest angestellten Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten ist der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) weiter auf der Stelle getreten. Zwar hat er unterschiedliche Angebote mit mehr oder weniger langen Laufzeiten gemacht, aber dann auch jeweils die angebotenen Erhöhungsschritte angepasst, sodass am Ende klar war: Die Kolleginnen und Kollegen sollen noch nicht mal einen Inflationsausgleich bekommen. Sondern draufzahlen. Mit Reallohnverlusten.

    Unsere Antwort darauf ist klar und eindeutig: Wir erwarten ein echtes Lohnplus. Und ein größeres Lohnplus für die Jungen. Warum, das hat die Delegation junger Kolleginnen und Kollegen mit ihrem Manifest am Verhandlungstisch ja ebenfalls vollkommen unmissverständlich gesagt und gewarnt: „Nehmen Sie unseren Idealismus nicht für selbstverständlich. Denn wir werden das sinkende Schiff im Notfall verlassen. Versuchen Sie nicht länger, den Journalismus kaputtzusparen. Sonst müssen Sie bald alleine an Ihrer Zukunft schrauben.“

    Das ist unsere Botschaft, landauf, landab. So wurden und werden die großen Streiks landauf, landab auch in dieser Woche fortgesetzt. Von den Streikversammlungen ist zu hören: „Die Streikfront steht und bröckelt nicht!“

    Darauf wird es jetzt ganz entscheidend ankommen - Dass wir uns bewegen, wo die Verleger auf der Stelle stehen.

    Kundgebung der streikenden Journalistinnen und Journalisten auf dem Rathausplatz in Esslingen ver.di/Markus Klemt Kundgebung der streikenden Journalistinnen und Journalisten auf dem Rathausplatz in Esslingen

    Deswegen gehen wir raus auf die Straße, am 1. Mai - Auf den Demos und Kundgebungen der Gewerkschaften setzen wir auf die solidarische Unterstützung unserer Kolleginnen und Kollegen - die unsere Zeitungen lesen, mit uns gemeinsam einstehen für die Zukunft des Journalismus und der Pressefreiheit!

    Wir machen klar, dass die Verleger offenbar den Hals nicht voll genug kriegen: Sie bauen Arbeitsplätze ab, beanspruchen Ausnahmen vom Mindestlohn für die Zustellerinnen und Zusteller, genießen das Privileg des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf Printmedien und die Einschränkung der Mitbestimmung durch den Tendenzschutz, der schon lange abgeschafft gehört. Und jetzt wollen sie den Redaktionen, denen sie immer mehr aufbürden, noch nicht mal den Anschluss an die wirtschaftliche Entwicklung zugestehen, die die Tarifergebnisse in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vorgeben. Dabei gibt es keinen Grund, den Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten vorzuenthalten, was bei der Post, bei der Telekom, in der Metallindustrie oder im öffentlichen Dienst erstritten wurde.

    Auch wir streiten: Für einen Verhandlungstermin, bei dem sich was bewegt!!!!

    Streikbetriebe

    Zeitungsredaktionen in der Streikwelle vom 23.04. bis 25.04.2018, Stand 25.04.2018, 17:00 Uhr

    Baden-Württemberg

    Stuttgarter Zeitung/Stuttgarter Nachrichten, Stuttgart; Schwarzwälder Bote Redaktion GmbH, Oberndorf; Esslinger Zeitung, Esslingen; Neue Württembergische Zeitung (NWZ), Göppingen; Südwest Presse; Ulm; Ludwigsburger Kreiszeitung, Ludwigsburg; Heilbronner Stimme, Heilbronn; Hohenloher Tagblatt, Crailsheim; Zeitungsverlag Waiblingen, Waiblingen; Schwäbisches Tagblatt; Tübingen; Nürtinger Zeitung, Nürtingen; Schwäbische Post, Aalen; Mannheimer Morgen, Mannheim; Haller Tagblatt; Schwäbisch Hall; Kreiszeitung Böblinger Bote, Böblingen; Reutlinger Generalanzeiger, Reutlingen;

    Bayern

    Main Echo GmbH & Co.KG, Aschaffenburg; Frankenpost Verlag GmbH, Hof; HCS Content GmbH, Coburg; Nordbayerischer Kurier GmbH, Bayreuth; Neue Presse, Coburg; Süddeutsche Zeitung, München; Nordbayerische Verlags GmbH, Nürnberg; Verlag Nürnberger Presse, Nürnberg; Presse-Druck & Verlags GmbH, Augsburg; Oberbayerisches Volksblatt, Rosenheim; Allgäuer Zeitungsverlag, Kempten; Medienhaus Der Neue Tag, Weiden; Fränkische Landeszeitung GmbH, Ansbach; Zeitungsverlag tz München, München; MZV Münchner Zeitungs Verlag, München; ZVO Zeitungsverlag, Wolfratshausen; Süddeutsche Zeitung Digitale Medien GmbH, München; Augsburger Allgemeine, Augsburg; Main Post, Würzburg;

    Hessen

    Frankfurter Neue Presse mit Regionalausgaben, Frankfurt/Main; Echo-Zeitungen, Darmstadt;

    Niedersachsen/Bremen

    Hannoversche Allgemeine Zeitung, Hannover; Neue Presse, Hannover; Braunschweiger Zeitung, Braunschweig

    Nord

    Ostsee-Zeitung Rostock, Rostock; Kieler Nachrichten, Kiel; Lübecker Nachrichten, Lübeck

    Nordrhein-Westfalen

    Kölner Stadtanzeiger (nur M. DuMont Schauberg), Köln; Neue Westfälische, Bielefeld; Westfalen Blatt, Bielefeld; Haller Kreisblatt, Westfalen; Mindener Tageblatt, Minden; Lippische Landeszeitung, Detmold; Panorama Verlag, Bielefeld; Herforder Kreisblatt, Herford; Zeitungsverlag für das Hochstift Paderborn, Paderborn; Die Glocke, Gütersloh; Express (nur M. DuMont Schauberg), Köln; Funke Medien Gruppe WAZ, Essen; Westfalenpost, Essen; Iserlohner Kreisanzeiger, Essen; Neue Rhein/Neue Ruhr Zeitung NRZ, Essen; Der Patriot, Oelde