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    "Unser Tarifkampf geht weiter"

    "Unser Tarifkampf geht weiter"

    "Wir streiten weiter um mehr Geld. Heute, bei der 1. Mai-Kundgebung in Hannover, hat die Neue Presse-Redakteurin Vera König die Öffentlichkeit über die Tarifauseinandersetzung der Journalisten informiert. Zu lesen ist davon nur wenig", vermerkt Annette Rose vom dju-Landesvorstand in Niedersachsen-Bremen.

    Streiks der Tageszeitungsredaktionen und breite Beteiligung der dju in ver.di an Maikundgebungen

    Auf zahlreichen Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum Tag der Arbeit am 1. Mai haben Rednerinnen und Redner der dju in ver.di bundesweit über die Tarifauseinandersetzung der Zeitungsredaktionen berichtet und breite Solidarität erfahren. Parallel legten auch heute wieder Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten in mehreren Bundesländern die Arbeit nieder.

    „Ob Ausnahmen vom Mindestlohn oder bei der Rentenversicherung für die Zeitungszusteller, Steuererleichterungen oder der unsägliche Tendenzschutz: Die Politik sollte nicht länger vor den Verlegern kuschen, sondern die Förderung der Presse auch abhängig machen von der Einhaltung sozialer Standards“, forderte die Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, Cornelia Haß.

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    Frank Bell bei der Maikundgebung in Bielefeld Frauke Menze Frank Bell von der dju bei der Maikundgebung in Bielefeld

    Ein fehlendes Bekenntnis zur Tarifpartnerschaft hat Frank Bell, Vorsitzender der Deutschen JournalistInnen-Union im ver.di-Bezirk OWL, den Tageszeitungs-Arbeitgebern vorgeworfen. Die Journalistengewerkschaften fordern maßvolle 4,5 Prozent mehr Gehalt und einen Sockelbetrag von 200 Euro für die VolontärInnen und Berufseinsteiger, erläuterte Bell während der Mai-Kundgebung des DGB im Bielefelder Ravensberger Park. "Und was bieten die Verleger? Zwischen 0,86 und 1,3 Prozent im laufenden Jahr, weit unterhalb der Inflationsmarke von rund 1,8 Prozent! Unverschämt und menschenverachtend!"

    Südwest Presse im Streik Südwestpresse-Redaktion im Streik Südwest Presse im Streik - Mit Infoblättern am 1. Mai

    "Redaktionen sind nur noch Kostenfaktoren, RedakteurInnen sind keine Menschen mehr, die täglich quaifizierte Berichterstattung leisten, ihr Herzblut in den Beruf fließen lassen, die morgens in die Redaktionen kommen und nicht wissen, wann sie abends Feierabend haben - Redakteure sind nur noch Kostenstellen in den Augen der Verlagsmanager. Und die werten den Beruf seit Jahren planmäßig ab." Inzwischen sei die Zahl der Bewerbungen auf Volontariate ins Bodenlose gesunken. Nach der Unterbrechung der Verhandlungen am vergangenen Mittwoch durch die Gewerkschaften werden in den kommenden Wochen Zeitungen immer mal wieder dünner sein. "Oder sie erscheinen vielleicht auch mal gar nicht", sagte Bell. "Die KollegInnen müssen weiter für ihre berechtigten Forderungen streiken!"

    1. Mai in Stuttgart Barbara Hajos Journalistinnen und Journalisten bei der Maikundgebung in Stuttgart