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    Dieser Mantel ist unteilbar

    Dieser Mantel ist unteilbar

    Zur 5. Verhandlungsrunde am 11.11.:
    Mobilisieren für bessere Tarifverträge!

    Auch in der vierten Verhandlungsrunde für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure wurde nicht abschließend klar, wie groß die Einsparungen konkret sein sollen, die die Verleger erzielen wollen. Aber klar ist: Es geht dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) darum, zu kürzen. Und zwar sowohl durch kurzfristig wirkende Einschnitte in den Tarifverträgen, als auch durch Verschlechterungen, die eher mittelfristig wirken, etwa indem Einkommensbestandteile eingefroren werden.

    Es gibt nach wie vor kein beziffertes Angebot für eine Erhöhung der Gehälter und Honorare. Es liegt aber nach wie vor die Forderung auf dem Tisch, über ein „Regionalisierungsmodell“ viele Kolleginnen und Kollegen insbesondere im Norden und Osten der Republik bis auf Weiteres von einer Gehaltsentwicklung abzukoppeln – sprich, die Gehälter einzufrieren. Und es gibt den „BDZV-Vorschlag“, die Jahresleistung und das Urlaubsgeld um einen noch festzulegenden Betrag zu kürzen. Die daraus resultierenden Beträge sollen dann als Fixbeträge im Manteltarifvertrag (MTV) stehen und nicht dynamisiert, also eingefroren werden. Mit einer Öffnungsklausel soll es möglich werden, auf betrieblicher Ebene im Rahmen der erzwingbaren Betriebsvereinbarung, die verbleibenden Beträge für Jahresleistung und Urlaubsgeld in einem festzulegenden Korridor erfolgsabhängig auszugestalten.

    Ziel des BDZV ist es auf jeden Fall, bei der Jahresleistung und beim Urlaubsgeld sowie über eine Neugestaltung der Gehaltsgruppen sowohl sofort als auch langfristig Kosten zu senken.

    Die dju in ver.di hat in den Verhandlungen immer wieder bekräftigt, keine materiellen Verschlechterungen zu vereinbaren. Mit dieser Prämisse gehen wir auch in die fünfte Verhandlungsrunde am 11. November in Berlin. Mit einem Forderungspapier, das wir gemeinsam mit dem DJV vorlegen werden, wollen wir deutlich machen, dass es uns neben spürbaren Erhöhungen der Gehälter und Honorare, neben einer Ausweitung des Geltungsbereichs unserer Tarifverträge auf die steigende Zahl der Online-Redakteurinnen und –Redakteure und einer Modernisierung der Volontariate darum geht, die Bedingungen für die Kolleginnen und Kollegen insgesamt zu verbessern: Zum Beispiel durch angemessenere Zuschläge für Wochenendarbeit.

    Natürlich tragen wir am Verhandlungstisch unsere Forderungen mit Nachdruck vor. Wir müssen zum nächsten Verhandlungstermin am 11. November aber auch in den Redaktionen deutlich machen: Wir wollen Verbesserungen, faire Arbeitsbedingungen statt Kürzungen auf unsere Kosten und zu Lasten der Qualität unserer Arbeit.

    Am St. Martinstag setzen wir ein Zeichen für den MTV: Dieser Mantel ist unteilbar!

    Beteiligt Euch an den Aktionen, die in Euren Landesbezirken stattfinden und macht dieses Zeichen sichtbar!