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    Pressefreiheit, Sicherheit, Arbeitsbedingungen

    Pressefreiheit, Sicherheit, Arbeitsbedingungen

    Joachim Kreibich (links) und Wolfgang Mayer bei der IJF-Tagung Anthony Bellanger Joachim Kreibich (links) und Wolfgang Mayer bei der EJF-Tagung

    Zentrale Themenfelder für die Arbeit der EJF

    Pressefreiheit, Sicherheit, Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen: Damit sind nach Ansicht von Mogens Blicher Bjerregard die zentralen Themenfelder für die Arbeit der EJF benannt. Der Präsident der Europäischen Journalisten-Föderation eröffnete am Dienstagmorgen, 2. Juni 2015, in Budva (Montenegro) das Jahrestreffen der Journalisten-Gewerkschaften. Dort sind rund 80 Vertreter aus 35 Ländern zusammengekommen.

    Bereits am Vorabend hatten sich Mitglieder der Gewerkschaften aus Russland und der Ukraine mit den Delegierten ausgetauscht. Beide sind in ständigem Dialog, haben sich unter Beteiligung der EJF mehrere Male getroffen und wenden sich gegen Propaganda sowie Behinderung und Bedrohung von Journalisten-Kollegen. „Wir stimmen nicht in allen Dingen überein“, sagen die Beteiligten, „aber unser Weg ist der richtige.“

    Nadezda Azhgikhina (RUJ, Russland) betonte: „Unser Wille kann Mauern zum Einsturz bringen.“ Glib Golovchenko (NUJU, Ukraine) versprach: „Wir machen weiter.“

    Oliver Money-Kyrle von der EJF machte darauf aufmerksam, dass die Journalisten-Organisation Hilfestellung gibt. Rund 280 Journalisten in beiden Ländern haben an Sicherheits-Trainings teilgenommen. Etwa 120 nahmen das Angebot zu psychologischer Beratung an, um traumatische Erfahrungen zu verarbeiten.

    Zu den Themen mit höchster Priorität gehört auch das Urheberrecht. Mogens Blicher Bjerregard, Präsident der Europäischen Journalisten-Föderation, berichtete von Gesprächen mit offiziellen Stellen in Brüssel und bekräftigte den Standpunkt der EJF: Die Rechte der Autoren müssen geschützt werden. EU-Kommissar Günther Oettinger erwartet, dass die Journalisten-Organisation ein unter den Mitgliedern abgestimmtes Positions-Papier vorlegt.

    Ein Bericht von unserem dju-Delegierten Joachim Kreibich

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