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    Tarifrunde für die Tageszeitungen

    Tarifrunde für die Tageszeitungen

    WSI zur Tarifrunde Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen

    Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hat unterstrichen, dass die Tarifsteigerungen für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen in den vergangenen Jahren erheblich unterhalb der Preisentwicklung lagen. Die Tarifentwicklung dieser Berufsgruppe sei deutlich hinter dem neutralen Verteilungsspielraum von Preis- und Produktivitätsentwicklung zurückgeblieben.

    Die Deutsche Journalistinnen und Journalistenunion (dju) in ver.di fordert in den heute, 10. Februar 2016, in Frankfurt am Main beginnenden Tarifverhandlungen für die Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen eine Gehaltserhöhung von 5 Prozent, für Beschäftigte mit wenigen Berufsjahren eine stärkere Anhebung der Gehälter von mindestens 200 Euro monatlich.

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    Das WSI, das die Tarifentwicklungen in allen Branchen genau verfolgt, bilanziert das Ergebnis des Gehaltsabschluss von 2014:

    • 9 Nullmonate (August 2013 - April 2014)
    • 2,5 % mehr Gehalt ab 05/2014
    • 1,5 % Stufenerhöhung ab 04/2015
    • Laufzeit insgesamt 29 Monate bis Dezember 2015.

    Die Honorare für Freie stiegen um je 1,8 % ab Juni 2014 und 2015.

    Ferner wurde 2014 eine neue Gehaltsstruktur für ab Juli 2014 neu eingestellte Redakteur/innen vereinbart, die sechs Gehaltsgruppen vorsieht. Redakteur/innen mit Regelqualifikation starten mit einem Monatsgehalt von 3.108 € in den ersten vier Berufsjahren. Neu eingerichtet wurde eine Einstiegsgruppe für Redakteur/innen ohne Regelqualifikation, die auf zwei Jahre begrenzt ist und mit 2.870 € bezahlt wird. Die Online-Redakteur/innen wurden in den Gehaltstarifvertrag einbezogen und mussten bis spätestens Ende September 2014 eingruppiert sein. Die Einbeziehung in den Manteltarifvertrag erfolgt bis Juli 2016.

    Der Manteltarifvertrag wurde mit folgenden Änderungen wieder in Kraft gesetzt:

    • stufenweise Absenkung der Sonderzahlung von 95 auf 82,5 %
    • stufenweise Absenkung des Urlaubsgeldes von 80 auf 67,5 % eines Monatsentgeltes bis 2019
    • Reduzierung der Urlaubstage für Neueingestellte von 30 - 34 Arbeitstage (gestaffelt nach Lebensjahre) auf 30 Arbeitstage
    • Laufzeit des Vertrages bis Ende 2018.

    Mehr Informationen zur Tarifrunde 2016 als Überblick über alle Branchen bietet das WSI-Tarifarchiv.