#FreeDeniz

    Autokorso, Fahrradkorso, Protest: Vor der türkischen Botschaft in Berlin und in vielen anderen deutschen und ausländischen Städten

    In vielen deutschen und ausländischen Städten ist es am 28. Februar 2017 zu Demonstrationen sowie Auto- oder Fahrradkorsi (Graz) gekommen. Von Tübingen bis Berlin, von Hamburg bis Wien gingen Kolleginnen und Kollegen, Leserinnen und Leser sowie besorgte Bürger*innen und Politiker*innen auf die Straße, um gegen die Untersuchungshaft für den deutsch-türkischen Journalisten zu protestieren. In Bielefeld gab es eine Mahnwache (Fotos). Auch die dju in ver.di und ver.di als Gesamtorganisation protestierten in Pressemitteilungen und vor Ort gegen die türkische Unterdrückung der Pressefreiheit.

    Weiter Aktionen gab es am 10. März in Münster und Nürnberg.

    Fahrradkorso Münster
    Foto/Grafik: Angelika Osthues

    Digitales Exil

    ROG-Aktion zum Tag der Menschenrechte

    Die dju in ver.di unterstützt die Aktion „Digitales Exil“, die Reporter ohne Grenzen anlässlich des morgigen Tags der Menschenrechte initiiert. Damit soll Journalistinnen und Journalisten, die in ihren Heimatländern wegen ihrer unabhängigen Berichterstattung bedroht werden und Haftstrafen oder Folter fürchten müssen, auf Facebook oder Twitter ein digitales Exil gewährt werden.

    Mit nur wenigen Klicks können Medienschaffende so ein Zeichen für Presse- und Meinungsfreiheit setzen. An der Aktion beteiligen kann man sich über die Website Digitales Exil, wo man Informationen zu den Journalist_innen findet, denen man digitales Exil geben kann. Hat man sich für eine Journalistin oder einen Journalisten entschieden – zur Auswahl stehen etwa Can Dündar oder  Nazeeha Saeed – lädt man Profil- und Titelbilder für den eigenen Facebook- oder Twitter-Account herunter und bekommt Artikel der betreffenden Journalist_innen bereitgestellt, die man im Laufe des Tages über den eigenen Account teilen kann.

    Die Aktion startet am 10.12.2016, dem Tag der Menschenrechte. Hier können alle Artikel und Journalistenportraits eingesehen werden.

    Protest gegen Angriffe der türkischen Regierung auf Pressefreiheit

    Kundgebung am 14. Dezember 2016 um 17 Uhr auf dem Stuttgarter Wilhelmsplatz

    Seit Verhängung des Ausnahmezustandes in der Türkei durch die Regierung von Präsident Erdogan am 20. Juli 2016 wurden nach Zählung der Europäischen Journalistenföderation (EJF) 121 Journalistinnen und Journalisten verhaftet und in Gefängnisse gebracht (Stand: 16. November 2016); 168 Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsender und andere Medien wurden zwangsweise geschlossen (Stand: 29. Oktober 2016); und über 2500 Journalistinnen und Journalisten sind ohne Arbeit und Einkommen. Betroffen sind Journalistinnen und Journalisten sowie Medien, die über die Regierung von Präsident Erdogan kritisch berichten und kommentieren. Die Angriffe der türkischen Regierung auf die Pressefreiheit gehen einher mit Verhaftungen von Oppositionspolitikern und Gewerkschaftern sowie der Entlassung von Richtern, Lehrern und anderen Beamten aus dem Staatsdienst. Davon in besonderem Maß betroffen ist die kurdische Minderheit der Türkei aber auch die Gewerkschaftsbewegung und kritische Bürger.

    Wir, deutsche journalistinnen und journalisten union in ver.di (dju) Baden-Württemberg, Deutscher Journalisten Verband (DJV) Baden-Württemberg, Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) Baden-Württemberg, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB) Baden-Württemberg, Reporter ohne Grenzen

    rufen deshalb auf zur

    Protestkundgebung gegen die Angriffe der türkischen Regierung auf die Pressefreiheit
    am Mittwoch, 14. Dezember 2016, um 17 Uhr in Stuttgart, auf dem Wilhelmsplatz.

    Für die dju in ver.di spricht Joachim Kreibich, der die dju auch in der Internationalen Journalisten-Föderation vertritt.

    ver.di Kampagnen