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    Ausweitung der Streiks an Tageszeitungen

    Ausweitung der Streiks an Tageszeitungen

    24.03.2014

    Ausweitung der Streiks in Tageszeitungsredaktionen vor neunter Verhandlungsrunde

    Die Deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union (dju) in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) weitet die Streiks für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie bei Tageszeitungen vor der neunten Verhandlungsrunde am Mittwoch (26. März) sowohl regional als auch in der Intensität deutlich aus.

    Bereits Ende vergangener Woche wurde in Redaktionen in Hessen und Bayern die Arbeit nieder gelegt, heute beginnt in Baden-Württemberg ein unbefristeter Streik, außerdem soll in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg sowie Mecklenburg-Vorpommern gestreikt werden. An vielen Orten streiken die Redakteurinnen und Redakteure gemeinsam mit den Beschäftigten aus dem öffentlichen Dienst und veranstalten gemeinsame Aktionen.

    „Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen wollen gutes Geld für gute Arbeit. Sie machen guten Journalismus, heute und auch in Zukunft. Dafür müssen die tariflichen Rahmenbedingungen stimmen“, forderte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende und Verhandlungsführer, Frank Werneke.

    Er erteilte den vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) verlangten Kürzungen in den Tarifwerken eine Absage: „Unser Ziel ist ein Plus. Wir wollen keinen Abschluss, der unterm Strich ein tarifliches Minusgeschäft darstellt. Der BDZV erwartet von den Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen, dass sie die Zeitung, die Medien der Zukunft schaffen - das wollen wir auch. Und das wollen wir tarifpolitisch gestalten, zum Beispiel durch die Einbeziehung der Onliner und ausgelagerter Redaktionsgesellschaften in den Geltungsbereich der Tarifverträge, zum Beispiel durch mehr Geld auch für Freie und Pauschalisten nach Jahren des Reallohnverlusts“, sagte Werneke.

    Den Streiks bei den vorangegangenen Verhandlungsrunden sei es zu verdanken, dass es gelungen sei, die Verleger bei einigen Forderungen, wie zum Beispiel die nach einer Kompensation von Krankheitstagen über den Zeitraum der Lohnfortzahlung hinaus, zum Einlenken zu bewegen. „Aber der grundsätzliche Wille, in den Redaktionen den Rotstift anzusetzen, ist bei den BDZV-Vertretern nach wie vor da. Deswegen ist es wichtig, dass wir nochmal ein machtvolles Zeichen setzen und uns gegen die Kürzungspläne der Verleger wehren“, erklärte Werneke.

    Die dju in ver.di fordert für die Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie und Pauschalisten bei Tageszeitungen 5,5 Prozent mehr Gehalt und Honorar, die Ausweitung der tariflichen Geltungsbereiche auf Onliner sowie eine Weiterentwicklung der journalistischen Ausbildung.


    Diese Presseinformation beruht auf einer Publikation der ver.di-Pressestelle.

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