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    dju in ver.di fordert Freilassung des ARD-Korrespondenten

    dju in ver.di fordert Freilassung des ARD-Korrespondenten

    19.04.2016

    Journalist in Istanbul festgehalten

    Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di fordert die sofortige Freilassung des heute (19. April) in Istanbul bei der Einreise inhaftierten ARD-Korrespondenten: „Die Art und Weise, wie die türkische Administration die Arbeit der Presse unterbindet, ist vollkommen inakzeptabel. Der SWR-Berichterstatter muss unverzüglich seiner Arbeit nachgehen und ungehinderten Zugang zum Ziel seiner Reise bekommen können.“, sagte die Bundesgeschäftsführerin der dju in ver.di, Cornelia  Haß. ver.di ist die größte Gewerkschaft für Kultur- und Medienschaffende in Deutschland.

    Der neuerliche Fall mache einmal mehr deutlich, dass in der Regierung unter Präsident Erdogan ein frag- und kritikwürdiges Verständnis von Presse- und Informationsfreiheit vorherrsche. Das werde auch durch die Prozesse gegen die Cumhuriyet-Redakteure Can Dündar und Erdem Gül deutlich, die an diesem Freitag fort gesetzt werden sollen.  Darüber hinaus säßen noch immer rund 20 Journalistinnen und Journalisten im Gefängnis, die sich keines Verbrechens schuldig gemacht hätten. „Eine Demokratie muss auch unliebsame Berichterstattung aushalten und darf sich kritischer Medien nicht durch Polizeistaatsmethoden entledigen“, unterstrich Haß. 

    Pressekontakt

    Cornelia Haß
    Bundesgeschäftsführerin
    Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union dju in ver.di
    Leiterin Bereich Medien und Publizistik Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Telefon: 030-6956 2320
    Mobil: 0160-152 88 27
    E-Mail: cornelia.hass@verdi.de