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    Tarifauseinandersetzung Redakteur/innen: Angebot verdient den …

    Tarifauseinandersetzung Redakteur/innen: Angebot verdient den Namen nicht

    29.06.2016

    20 NRW-Redaktionen beteiligen sich an Warnstreiks

    In der Tarifauseinandersetzung für die Redakteurinnen und Redakteure sowie die freien Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen beteiligen sich rund 300 Beschäftigte aus 20 nordrhein-westfälischen Redaktionen an Warnstreiks. Sie folgen einem Aufruf der Deutschen Journalistinnen- und Jour-nalisten-Union (dju) in ver.di. Anlass ist die fünfte Verhandlungsrunde für einen neuen Gehaltstarifvertrag am heutigen Mittwoch (29. Juni 2016) in Berlin.

    „Die Kolleginnen und Kollegen erwarten ein Angebot der Zeitungsverleger, das diesen Namen auch verdient“, sagt Peter Freitag vom Vorstand der dju-NRW, der auch Mitglied der dju-Verhandlungskommission ist. „Nicht zuletzt angesichts einer stetig steigenden Arbeitsverdichtung in den personell immer spärlicher besetzten Redaktionen haben die Kolleginnen und Kollegen Anspruch auf eine spürbare Erhöhung ihrer Gehälter und Honorare, auch als Ausdruck des Respekts ihrer journalistischen Arbeit.“ Alles, was die Vertreter des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) in den vergangenen vier Runden angeboten hätten, liege allerdings weit unterhalb der Erwartungen in den Redaktionen. In der vierten Runde habe es ein Angebot von vier Prozent verteilt über 36 Monate Laufzeit gegeben, ohne dass die jeweiligen Erhöhungsschritte beziffert worden seien. Freie und Pauschalisten sollten nach den Vorstellungen der Verleger zudem erst zu einem späteren Zeitpunkt mehr Geld bekommen.

    „Dass der BDZV ausgerechnet für Freie und Pauschalisten eine Sonderregelung verlangt, ohne deren Leistungen viele Redaktionen überhaupt nicht arbeitsfähig wären, ist eine von vielen Zumutungen der Zeitungsverleger in dieser Tarifrunde“, sagt Freitag.

    Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di fordert eine Erhöhung der Gehälter und Honorare um fünf Prozent, mindestens aber um 200 Euro.

    Kontakt: Christof Büttner, 0175.22 51 635

     

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