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    Tageszeitungen: dju fordert fünf Prozent mehr Lohn

    Tageszeitungen: dju fordert fünf Prozent mehr Lohn

    22.12.2015

    Auch Honorare und Pauschalen für Freie müssen steigen

    Die Deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union (dju) in ver.di fordert für die rund 14.000 Tageszeitungsjournalistinnen und -journalisten, fest angestellte wie freie, nach Jahren unterdurchschnittlicher Gehaltserhöhungen und Abstrichen im Manteltarifvertrag in der anstehenden Entgelt-Tarifrunde fünf Prozent mehr Geld. Die Tarifverträge wurden fristgerecht zum Ende des Jahres gekündigt. Ab Januar 2016 muss über Tariferhöhungen verhandelt werden, die dann ab Jahresbeginn wirksam werden.

    Vor allem der Nachwuchs in den Redaktionen soll mit einer Mindesterhöhung von 200 Euro einen spürbaren Einkommensschritt machen. „Die Zeitungsverlage müssen sich zunehmend Sorgen machen, wie sie gut ausgebildete Journalistinnen und Journalisten aus den Volontariats-Jahrgängen an sich binden können, weil in anderen Medienbereichen mittlerweile für Berufseinsteiger ein wesentlich besseres Einkommensgefüge geboten wird", sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

    Außerdem müssten die Honorare und Pauschalen für freie Zeitungsjournalisten effektiv erhöht werden: „Professionelle Leistungen von Freien sind für Zeitungen unverzichtbar, daher dürfen die Journalisten bei den Einkommen nicht den Anschluss verlieren", sagte Werneke.

    Auf die Forderungen und Anfragen zur Verhandlungsaufnahme hat der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) zunächst abwiegelnd reagiert. Vor Anfang Februar sei kein Verhandlungsbeginn möglich, erst wollten sich die Verlagsvertreter im sozialpolitischen Ausschuss beraten.

    „Ganz offensichtlich versuchen die Zeitungsverleger auf Zeit zu spielen und die von den Zeitungsjournalisten zu recht erwarteten Tariferhöhungen hinaus zu zögern. Gerade bei den tagtäglich unter Hochdruck arbeitenden Zeitungsjournalisten dürfte es für die Gemächlichkeit der Verhandler im BDZV wenig Verständnis geben", sagte Werneke.

    Pressekontakt

    Eva Völpel
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