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    Tarifrunde Zeitschriften ohne Ergebnis vertagt

    Tarifrunde Zeitschriften ohne Ergebnis vertagt

    22.06.2016

    ver.di bekräftigt Forderung

    Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die mehr als 5.000 Redakteurinnen und Redakteure an Zeitschriften ist ohne Ergebnis vertagt worden. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) hatte im Verlauf der Verhandlungsrunde eine besonders lange Laufzeit des Tarifvertrags von 36 Monaten bis Ende März 2019 gefordert.

    Außerdem soll nach dem Willen der Arbeitgeber der Manteltarifvertrag, der derzeit mit einer Frist von sechs Monaten zum Quartalsende kündbar ist, mit einer Mindestlaufzeit bis ins Jahr 2019 versehen werden. Darüber hinaus sollen Volontäre anders als bisher vergütet werden. Strittig ist zudem die Anrechnung von Hochschulqualifikationen bei der Gehaltseinstufung von Berufseinsteigern.

    "Das Risiko eines derartig lang laufenden Gehaltsabschlusses ist für uns inakzeptabel", sagte Matthias von Fintel, Verhandlungsführer der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Auch seien die Verleger nicht bereit, dieses Risiko durch überdurchschnittliche Gehaltsangebote zu mindern. Stattdessen wollten sie sogar unterhalb der Tarifentwicklung anderer Branchen mit deutlich kürzer dauernden Tarifabschlüssen  bleiben. "Respekt vor den Beschäftigten in den Zeitschriftenredaktionen sieht anders aus", betonte von Fintel.

    ver.di fordert in der laufenden Tarifrunde 4,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten rückwirkend zum 1. April 2016.

    Die dritte Runde der Tarifverhandlungen findet am 27. Juli 2016 in Hamburg statt.

    Pressekontakt

    Jan Jurczyk
    ver.di-Bundesvorstand
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