Pressemitteilungen

    Arbeitskampf 3.0: Geschasste t-online.de-Redakteure nutzen Google …

    Arbeitskampf 3.0: Geschasste t-online.de-Redakteure nutzen Google für Protest

    12.12.2016

    Ströer: Erst rosige Zukunft versprochen, dann Kündigung

    Die mit Kündigung bedrohten RedakteurInnen der Internetplattform t-online.de nutzen das Metier ihres Arbeitgebers, der Werbefirma Ströer, für den Arbeitskampf. Die RedakteurInnen schalten Werbung bei der Internetsuchmaschine Google und verändern so das Suchergebnis für den Namen des Arbeitgebers. Wer dieser Tage bei Google das Suchwort „Ströer“ eingibt, wird an erster Stelle nicht die Firmenhomepage des Werbevermarkters finden, sondern die Schlagzeile „Ströerfeuer: Ströer vernichtet 108 Jobs“.  

    Die Beschäftigten wollen mit der Aktion auf ihre Situation aufmerksam machen. Ströer habe ihnen vor einem Jahr noch eine rosige Zukunft versprochen. Dem entgegen plant die Werbefirma ein Jahr nach dem Kauf 108 RedakteurInnen vor die Tür zu setzen. Einige der betroffenen Mitarbeiter arbeiten seit mehr als 15 Jahren für das Portal t-online.de und haben es mit aufgebaut.   Dass mit den 108 Stellen, die Ströer streichen will, auch jede Menge Wissen verloren geht, dürfte sich mit der Google-Aktion zeigen. Denn in der Darmstädter Redaktion kennt man sich seit Jahren im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Social Media (SM) aus. Erst vor wenigen Tagen produzierte eine Protestaktion – die symbolische Flashmob-Beerdigung der 108 Stellen – bei Facebook zahlreiche Klicks und Likes. Ein Live-Video der symbolischen Beisetzung wurde knapp 7.000 mal aufgerufen. Weitere Aktionen werden folgen, kündigt die Redaktion an. 

    Der Kölner Werbevermarkter Ströer hatte das t-online.de-Portal im November 2015 von der Deutschen Telekom gekauft. In einem Schreiben an die Mitarbeiter war damals die Rede von einer “gemeinsamen, erfolgreichen Zukunft”. Ein Jahr nach dem Kauf will Ströer jedoch eine neue Redaktion in Berlin aufbauen. Warum das nicht auch mit den MitarbeiterInnen aus Darmstadt geht – diese Frage ist bisher unbeantwortet. ver.di vermutet hinter dieser Aktion Tarifflucht. Denn die Darmstädter Redakteure arbeiten nach einem Tarifvertrag, den die Berliner nicht erhalten werden. Für ver.di liegt daher der Verdacht nahe, dass hier Lohnkosten gedrückt werden sollen.  

    Weitere Informationen:     
    Landesfachbereichsleiter  Telekommunikation und Informationstechnologie, Dr. Thomas Müller, Tel. 0171 9 91 87 20
                           
     

    Social Media:      

    Weiterführende Links:     

    Pressekontakt

    Presserechtlich verantwortlich:
    Ute Fritzel (Pressestelle)
    Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Landesbezirk Hessen
    Wilhelm-Leuschner-Straße 69 - 77 (Postfach 20 02 55), 60606 Frankfurt am Main

    Festnetz: (069) 2569-1110
    Mobil: 0170 8142532,
    Fax: (069) 2569-1199
    www.hessen.verdi.deE-Mail: ute.fritzel@verdi.de,