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    Echte Reform des Urhebervertragsrechts nötig

    Echte Reform des Urhebervertragsrechts nötig

    22.04.2016
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    Gemeinsame Presserklärung von dju in ver.di und DJV

    Die Rechte von Autorinnen und Autoren stärken und unfaire Vertragsbedingungen per Gesetz ausschließen, das fordern der Deutsche Journalisten-Verband und die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di gemeinsam mit der Europäischen Journalisten-Föderation zum Welttag des Urheberrechts und des Buches der UNESCO am 23. April.

    In der Europäischen Union gibt es einen erheblichen Handlungsbedarf, eine angemessene Vergütung der Kreativen zu sichern und konkrete Schritte gegen unfaire Vertragsklauseln zu unternehmen. Eine Reform des Urhebervertragsrechts, zu der sich die Große Koalition 2013 im Koalitionsvertrag verpflichtet hatte, steht derzeit in Deutschland im Fokus. In dem vom Bundeskabinett kürzlich beschlossenen Regierungsentwurf sehen DJV und dju aber keine wirksame Verbesserung der Situation von Urheberinnen und Urhebern. „Statt das Urheberrecht für die Kreativen zu ver-bessern, sieht der Regierungsentwurf eine Beschneidung ihrer Verhandlungs-möglichkeiten vor“, kritisiert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. Hierzu wäre ein effektives Verbandsklagerecht notwendig, das aber nicht geplant sei, obwohl freie Journalisten auf den Schutz ihrer Verbände zur Durchsetzung ihrer individuellen Rechte, zum Beispiel auf eine angemessene Vergütung, immer wieder angewiesen seien.

    DJV und dju fordern nachdrücklich eine Reform des Urhebervertragsrechts, die den Interessen der Urheber tatsächlich Rechnung trägt. „Eine Reform, die diesen Namen verdient, muss die angemessene Vergütung für jede Nutzung eines Werkes sichern, Anreize zur Aufstellung gemeinsamer Vergütungs-regeln beinhalten und deren Anwendung branchenweit gesetzlich durch-setzbar machen. Dafür brauchen Kreative ein effektives Verbandsklagerecht“, fordert dju-Bundesgeschäftsführerin Cornelia Haß.

    DJV-Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Hendrik Zörner
    dju-Bundesgeschäftsführerin: Cornelia Haß

    Zu diesem Thema haben die Internationale und die Europäische Journalistenföderation, deren Mitglieder die dju in ver.di und der DJV sind, eine Kampagne gestartet.

    Pressekontakt

    Cornelia Haß
    Bundesgeschäftsführerin
    Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union dju in ver.di
    Leiterin Bereich Medien und Publizistik Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Telefon: 030-6956 2320
    Mobil: 0160-152 88 27
    E-Mail: cornelia.hass@verdi.de