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    Warnstreiks in hessischen Zeitungsredaktionen

    Warnstreiks in hessischen Zeitungsredaktionen

    09.04.2018

     Frankfurter Neue Presse und Echo-Gruppe aus Südhessen sind dabei

    Am Tag der vierten Verhandlungsrunde über einen neuen Gehaltstarifvertrag für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen sind auch hessische Redaktionen von Warnstreiks betroffen. Etwa 70 Redakteurinnen und Redakteure der Frankfurter Neuen Presse mit Regionalausgaben und der Echo-Gruppe aus Südhessen haben heute die Arbeit niedergelegt und treffen sich zu einer gemeinsamen Streikversammlung in Frankfurt.

    Bundesweit sind an diesem Montag Redakteurinnen und Redakteure von 62 Zeitungsredaktionen zu Warnstreiks aufgerufen. Schwerpunkte sind Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

    ver.di fordert für feste und freie Journalistinnen und Journalisten an Tageszeitungen 4,5 Prozent mehr Geld und für den journalistischen Nachwuchs eine überproportionale Mindesterhöhung von 200 Euro bei einer Laufzeit des Tarifvertrags über zwölf Monate.

    Der Verlegerverband BDZV hat bisher lediglich eine Erhöhung der Gehälter um zweimal 1,3 Prozent jeweils ab 1. August 2018 und 2019 bei einer Tarifvertragslaufzeit von 30 Monaten angeboten. Dies würde selbst bei einer niedrigen Inflationsrate einen realen Einkommensverlust bedeuten. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di befürchtet darüber hinaus, dass es zu einer verstärkten Abwanderung von Zeitungsjournalisten in andere Branchen kommt, wenn der anspruchsvolle Beruf nicht mehr entsprechend bezahlt wird.

    Die vierte Runde der Verhandlungen über den Gehaltstarifvertrag hat um 12 Uhr im Sheraton-Hotel am Frankfurter Flughafen begonnen.

    V.i.S.d.P:

    Manfred Moos
    Landesbezirksfachbereichsleiter Medien - Kunst - Industrie
    ver.di-Landesbezirk Hessen
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    manfred.moos@verdi.de

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