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    Weitere Fusion auf dem hessischen Zeitungsmarkt

    Weitere Fusion auf dem hessischen Zeitungsmarkt

    23.04.2018

    VRM aus Mainz will Mehrheit bei der „Wetzlarer Neuen Zeitung“ übernehmen

    Die Fusionswelle auf dem hessischen Zeitungsmarkt geht weiter. Die VRM Holding aus Mainz („Mainzer Allgemeine“, „Wiesbadener Kurier“, „Wiesbadener Tagblatt“) will über ihre Tochterfirma „Gießener Anzeiger“ bei der Wetzlardruck GmbH („Wetzlarer Neue Zeitung“) als neuer Mehrheitsgesellschafter einsteigen. Die bisherigen Gesellschafter haben sich neu strukturiert und sollen über eine Beteiligungsgesellschaft am Unternehmen beteiligt bleiben. Das Kartellamt muss der Übernahme noch zustimmen.

    Nur einen Monat nach der Übernahme der „Frankfurter Neuen Presse“ und der „Frankfurter Rundschau“ sowie der dazugehörigen Societäts-Druckerei durch die Ippen-Gruppe expandiert nun auch erneut die VRM auf dem hessischen Zeitungsmarkt. Die VRM hatte in den letzten Jahren bereits unter anderem den Gießener Anzeiger und das Darmstädter Echo übernommen.

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft sieht ihre Befürchtungen bestätigt, dass die Pressevielfalt in Hessen immer weiter abnimmt. „Bis auf wenige Ausnahmen gehören fast alle hessischen Tageszeitungen bald ganz oder mehrheitlich entweder zur VRM oder zur Ippen-Gruppe“, stellt Manfred Moos von ver.di Hessen fest. Nun gehe es darum, betriebsbedingte Kündigungen in den Verlagsbetrieben und der Druckerei zu vermeiden und den Erhalt der redaktionellen Unabhängigkeit der übernommenen Zeitungstitel zu sichern.

    Bei Wetzlardruck erscheinen die „Wetzlarer Neue Zeitung“, das „Herborner Tageblatt“, die „Hinterländer Zeitung“, das „Weilburger Tageblatt“ sowie „Dill-Post“ und „Dill-Zeitung“. Das Unternehmen verfügt auch über eine eigene Zeitungsdruckerei und Zeitungslogistik in Wetzlar.

    Laut VRM entsteht durch die Übernahme der auflagen- und umsatzstärkste Zeitungsverlag in Mittelhessen. Die Zeitungen des neuen Gemeinschaftsunternehmens haben demnach eine Auflage von täglich 95.000 Exemplaren. Hinzu kommen Anzeigenblätter in hoher sechsstelliger Auflage.

    Insgesamt sind von den Fusionsplänen knapp 400 Beschäftigte der beiden beteiligten Verlagshäuser in Wetzlar und Gießen betroffen, hinzu kommt eine hohe Zahl von Zeitungszustellern.

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