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    Verhandlungen für Tageszeitungsredaktionen unterbrochen

    Verhandlungen für Tageszeitungsredaktionen unterbrochen

    27.03.2014

    Kein neuer Termin verabredet - Jetzt tagen die Tarifkommissionen

    Ohne Ergebnis sind die Tarifverhandlungen für die rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure, Pauschalisten und Freie nach der neunten Verhandlungsrunde unterbrochen worden: "Rund 1.500 Streikende haben in den vergangenen Tagen in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind, ein tarifliches Minusgeschäft einzugehen. Diese Botschaft ist auch angekommen. Aber der Bundesverband Deutscher Zeitungsverlage (BDZV) ist offenbar unfähig, sich auf eine gemeinsame Tarifstrategie zu verständigen. Die Verleger beharren leider kompromisslos auf Kürzungen", kritisierte der stellvertretende Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Verhandlungsführer, Frank Werneke.

    In den Verhandlungen hätten sich die Gewerkschaften hingegen intensiv um eine Lösung im Tarifkonflikt bemüht. "Wir haben dem BDZV heute mehrere unterschiedliche Modelle vorgelegt, die am Ende zu einem leichten Plus für unsere Mitglieder geführt hätten, den Forderungen der Verlegervertreter aber dennoch entgegengekommen wären", unterstrich Werneke. "Die Verleger haben ihrerseits jedoch keinerlei Kompromissbereitschaft gezeigt: Wer so verhandelt, hat an einem Abschluss offenbar kein Interesse."

    Bis zuletzt habe der BDZV darauf bestanden, die Jahresleistung und das Urlaubsgeld stufenweise über die kommenden fünf Jahre von jetzt

    1,75 auf 1,5 Monatsgehälter abzusenken und den Urlaubsanspruch zu verschlechtern. Die Kürzungen von Jahresleistung und Urlaubsgeld sollten nach dem Willen des BDZV für Neueinstellungen und im Norden sofort greifen.

    Über die Situation in der Tarifauseinandersetzung werde nun mit den Mitgliedern und in der zuständigen Tarifkommission beraten. Ein neuer Termin zur Fortsetzung der Verhandlungen wurde nicht vereinbart.

    Die Deutsche Journalistinnen und Journalisten-Union in ver.di fordert für die Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie und Pauschalisten bei Tageszeitungen 5,5 Prozent mehr Gehalt und Honorar, die Ausweitung der tariflichen Geltungsbereiche auf Onliner sowie eine Weiterentwicklung der journalistischen Ausbildung.

    Diese Pressinformation beruht auf einer Publikation der ver.di-Pressestelle.

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