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    Verhandlungen für Tageszeitungsredaktionen ergebnislos unterbrochen …

    Verhandlungen für Tageszeitungsredaktionen ergebnislos unterbrochen - Streiks gehen weiter

    26.04.2018

    Erst mal Funkstille nach zwölf Stunden Tarifrunde: Kein neuer Termin vereinbart

    Ohne Ergebnis wurden die Tarifverhandlungen für die rund 13.000 Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten unterbrochen. Ein neuer Termin wurde nicht vereinbart: „Die im Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) organisierten Verleger treten auch nach einer zwölfstündigen fünften Verhandlungsrunde auf der Stelle und sind nach wie vor nicht in der Lage, ihren Redaktionen echte Reallohnsteigerungen anzubieten. Die werden sich nun weiter mit Streiks dagegen wehren, von der wirtschaftlichen Entwicklung abgehängt zu werden“, kündigte der Verhandlungsführer der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di, Matthias von Fintel, an.

    Selbst nach fünf Verhandlungsrunden hat es für den seit Jahresbeginn offenen Gehaltstarifvertrag ein unverändert enttäuschendes Angebot gegeben, in 30 Monaten Laufzeit die Gehälter und Honorare zum 1. Mai 2018 und 2019 um 1,7 und 1,5 Prozent zu erhöhen sowie die so genannten Nullmonate mit einer Einmalzahlung von 300 Euro zu kompensieren. In der Laufzeit sollten Volontäre einmalig 80 Euro Mindesterhöhung bekommen und eine Einmalzahlung von 50 Euro und Berufseinsteiger einmalig 120 Euro Mindesterhöhung sowie 250 Euro Einmalzahlung.

    „Es gibt keine erkennbare Bewegung bei den Verlegern. Weder die überproportionalen Erhöhungen für den journalistischen Nachwuchs noch die insgesamt magere 3,2-prozentige Erhöhungen von Gehältern reichen auch nur ansatzweise aus, die zu erwartende Teuerungsrate bis Mitte 2020 auszugleichen. Das entspricht insgesamt nur 1,3 Prozent mehr Geld und ist ein echter Reallohnverlust. Die Kolleginnen und Kollegen aus den Redaktionen hingegen sind angetreten, ein spürbares Einkommensplus zu erkämpfen. Diese Auseinandersetzung, die auch eine ist um die Attraktivität und Qualität journalistischer Arbeit zu steigern, führen wir jetzt weiter“, sagte von Fintel.

    Es sei ein enttäuschendes Signal mangelnder Wertschätzung gegenüber den Tageszeitungsjournalistinnen und –journalisten, dass die Verleger sich außerstande sähen, ihnen eine angemessene Erhöhung der Löhne und Gehälter zuzugestehen: „Es ist nicht einzusehen, dass die Kolleginnen und Kollegen draufzahlen sollen, während in anderen Dienstleistungsbereichen akzeptable Kompromisse gefunden werden“, kritisierte von Fintel.

    Die dju in ver.di fordert für freie und fest angestellte Tageszeitungsjournalistinnen- und journalisten 4,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro für den journalistischen Nachwuchs.

    Pressekontakt

    Cornelia Haß
    Bundesgeschäftsführerin
    Deutsche Journalistinnen- und Journalisten Union dju in ver.di
    Leiterin Bereich Medien und Publizistik Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Telefon: 030-6956 2320
    Mobil: 0160-152 88 27
    E-Mail: cornelia.hass@verdi.de