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    dju verurteilt erneuten Angriff auf Journalisten durch Pegida-Anhänger

    dju verurteilt erneuten Angriff auf Journalisten durch Pegida-Anhänger

    29.09.2015

    Regierung und Polizei müssen Pressefreiheit schützen

    Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju in ver.di) in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt verurteilt scharf den gestrigen Angriff auf zwei Journalisten in Dresden durch Teilnehmer der Pegida-Demonstration. Durch diese Demonstration und diesen Übergriff wird erneut der rassistische, ausländerfeindliche und gewalttätige Charakter dieser Aktivitäten deutlich.

    Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Pegida/Legida-Veranstaltungen, die sich aus berechtigter Sorge und Politikverdrossenheit an diesen Demonstrationen beteiligen, sollten nicht durch weitere eigene Beteiligung den extremen und radikalen Kräften in diesen Bewegungen Vorschub leisten.

    Es ist auch inzwischen sehr kritisch zu hinterfragen, ob solche Demonstrationen, die grundgesetzlich geschützte Güter wie Meinungsfreiheit, Gewaltfreiheit, körperliche Unversehrtheit  und das Menschenrecht auf Asyl in Frage stellen oder ablehnen, durch das Versammlungsrecht ermöglicht werden müssen. Diese Fragen haben sich die demokratischen Parteien und die politischen Entscheidungsträger in Sachsen zu stellen.

    Die dju fordert den sächsischen Innenminister und die Polizeiführung erneut auf, auch die Pressefreiheit zu garantieren, indem sie Journalistinnen und Journalisten bei ihrer Berufsausübung und Berichterstattung schützen. Wir wissen, dass auch die Presse und die Medien nicht immer fehlerfrei sind, jedoch wenden wir uns entschieden gegen eine Pogromstimmung gegen die Medien und ihre VertreterInnen.

    Die dju in ver.di steht bedrohten JournalistInnen auch weiterhin beratend und unterstützend zur Seite.

    Für Rückfragen:

    Michael Kopp, Fachbereichsleiter Medien
    0172.36 34 000
    michael.kopp@verdi.de

    Pressekontakt

    V.i.S.d.P.:
    Oliver Greie
    ver.di-Landesbezirksleiter für Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen
    für den Inhalt: Pressestelle Pressestelle:
    Karl-Liebknecht-Str. 30-32
    04107 Leipzig
    Tel. 0341 52901 110
    Fax 0341 52901 510
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