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    Urheberrecht muss aufgewertet werden

    Urheberrecht muss aufgewertet werden

    06.09.2013

    Urheberkongress: Urheberrecht muss aufgewertet werden

    Um die Frage nach der Selbstbestimmung im Netz geht es heute beim Urheberkongress in der Bundesverwaltung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Berlin, zu dem die Initiative Urheberrecht gemeinsam mit iRights Lab eingeladen hatte. Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind gekommen, um den Referaten zu folgen und Lösungsansätze zur Weiterentwicklung des Urheberrechts zu diskutieren. Die Veranstaltung kann im Livestream verfolgt werden.

    Nach der Eröffnung durch Professor Dr. Gerhard Pfennig, Sprecher der Initiative  Urheberrecht, der ausdrücklich zum Handeln aufforderte, sagte Philipp Otto (iRights.Lab), dass das Urheberecht in der kommenden Legislaturperiode in den politischen Fokus gerückt und modernisiert werden muss. Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung, betonte, dass die Frage entscheidend sei, "Wie kommen wir zu einem Urheberrecht, das sich nicht an der digitalen Alltagswirklichkeit sinnlos aufreibt?" Klar sei: "Für eine neue Zeit brauchen wir ein neues Denken."  
     
    Helga Trüpel, MEP, stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung, betonte in ihrer Rede über europäische Aktivitäten und Perspektiven, dass sich die Europäische Kommission und das Parlament in der kommenden Legislaturperiode eingehend mit der Reform des Urheberrechts beschäftigen müssten. Es gehe um die gerechte Vergütung für Kreative. Ein funktionierendes Modell sei dafür noch nicht gefunden. Auch innerhalb der Europäischen Kommission gebe es heftigen Zwist. Generelles Ziel auch von Kommissar Barnier sei es, Hindernisse abzubauen.
     
    Professor Dr. Karl-Nikolaus Pfeifer (Deutsches und Europäisches Handelsrecht, Universität Köln) plädierte dafür, das bisherige System der Zulassung von Privatkopien gegen pauschale Vergütungen für die Urheber auf die internetbasierten privaten Nutzungen zu übertragen.
    Eine Fair Use Regelung wie im amerikanischen Recht sei zwar politisch möglich, aber für die Urheber nicht die beste Lösung.
     
     
    Verantwortlich Professor Dr. Gerhard Pfennig und Philipp Otto.

    Diese Presseinformation beruht auf einer Pressemeldung der ver.di- Pressestelle.

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