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    Verleger mit Angeboten nahe der Nulllinie

    Zumutung

    Verleger mit Angeboten nahe der Nulllinie

    11.03.2016

    Zweite Tarifrunde Tageszeitungen ergebnislos beendet - Verleger mit Angeboten nahe der Nulllinie

    Die zweite Verhandlungsrunde für die rund 14.000 festen und freien Journalistinnen und Journalisten in Tageszeitungen ist heute in Frankfurt/Main am späten Nachmittag ergebnislos beendet worden, nachdem die Arbeitgeberseite, der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), ein Angebot vorgelegt hat, das bei einer Laufzeit von 36 Monaten (bis Ende 2018) kaum messbare Gehaltssteigerungen bringen soll.

     

    Der BDZV bietet eine Tariferhöhung um 0,8 Prozent ab Juli 2016, also nach sechs Nullmonaten an. 2017 und 2018 soll es weitere Erhöhungen um jeweils 0,8 Prozent geben. Durch die Nullmonate bedeutet das Angebot effektiv 1,6 Prozent mehr Gehalt in drei Jahren. Für die Zeitungsverlage im Norden (Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) soll die erste Tariferhöhung laut BDZV sogar erst weitere sechs Monate später stattfinden, also zum Januar 2017.

     

    "Mit diesem Angebot ist klar, dass die Verleger versuchen, die Redakteurinnen und Redakteure auch in den nächsten drei Jahren von der Einkommensentwicklung in Deutschland abzukoppeln. Das ist ein Ausdruck von Respektlosigkeit gegenüber der Leistung und dem Engagement von Journalistinnen und Journalisten. Wir sind angetreten, um angesichts jahrelang unterdurchschnittlicher Tarifentwicklungen eine Trendwende zu erreichen. Daran halten wir fest", sagte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

     

    Teil eines Gehaltsabschlusses soll aus Sicht der Verleger ebenfalls sein, dass die Berufsjahresstufen für Neueingestellte verlängert werden. Der bisherige Anspruch auf eine Gehaltssteigerung nach vier, acht oder 14 Jahren soll um jeweils ein, zwei und gar drei Jahre heraus gezögert werden. Das würde zu deutlichen Einkommenseinbußen für junge Journalistinnen und Journalisten führen.

     

    Die Tarifverhandlungen werden am 19. April 2016 in Berlin fortgesetzt.

     

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    Eva Völpel

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