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    Neue Protestwelle bei Tageszeitungen

    Neue Protestwelle bei Tageszeitungen

    18.02.2014

    Gegen Einschränkung journalistischer Arbeit

    Mit einer neuen Warnstreik-Welle beginnen die Journalistengewerkschaften am Mittwoch (19.2.) an mehreren Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen. Am Donnerstag und Freitag wird es auch in anderen Bundesländern zu Arbeitsniederlegungen kommen. Die Journalistinnen und Journalisten wehren sich damit gegen die schleppenden Tarifverhandlungen und die Absicht der Zeitungsverleger, Urlaubs-, Weihnachtsgeld sowie Urlaubstage zu kürzen und das Gehalt künftig von Umsätzen und Anzeigenentwicklung der Verlage abhängig zu machen. Die Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju) in ver.di wertet dies „als den Versuch, journalistische Arbeit einzuschränken und in der Folge Qualität abzubauen“.

    Zum Streik aufgerufen sind Redakteurinnen und Redakteure, Volontärinnen und Volontäre sowie freie Journalistinnen und Journalisten der Tageszeitungen Bild (Redaktionen in NRW), Bonner Rundschau, Dattelner Morgenpost, Der Patriot, Express, Hellweger Anzeiger, Hertener Allgemeine, Iserlohner Kreisanzeiger, Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnische Rundschau, Marler Zeitung, Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung, Recklinghäuser Zeitung, Rheinische Post, Stimberg Zeitung, Waltroper Zeitung, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Westdeutsche Zeitung und Westfalenpost.

    Die dju rechnet insgesamt mit etwa 150 Streikenden, die sich zu einer zentralen Veranstaltung von dju und DJV in Schwerte treffen.

    Die Verhandlungen für die bundesweit rund 14.000 Redakteurinnen und Redakteure sowie Freie und Pauschalisten werden am 8. März 2014 voraussichtlich in Hamburg fortgesetzt. Die dju in ver.di fordert 5,5 Prozent mehr Geld sowie die Einbeziehung von Onlinern in den Geltungsbereich der Tarifverträge, Verbesserungen im Manteltarif und eine Modernisierung der Ausbildung für Redakteurinnen und Redakteure an Tageszeitungen.

    Diese Presseinformation beruht auf einer Pressemitteilung der ver.di-Pressestelle NRW.

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    Günter Isemeyer (Pressesprecher)