Junge dju

    dju-Campus

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    Mit einem Hochschulprojekt fing alles an: Wie die junge Seite der dju entstand
    Foto ver.di Journalistenakademie Hooffacker  – Georg Escher, Bernd Mann und Klaus Schrage (von links) verfolgen gespannt den Seitenaufbau in der Journalistenakademie Hooffacker in München.

    „Wir müssen dort hin gehen, wo unser Nachwuchs ist“, sagte sich der Bundesvorstand der dju zur Jahrtausendwende, „nämlich an die Hochschulen“. Mehr als vier Fünftel aller Volontärinnen und Volontäre hat heute einen akademischen Abschluss. Studienabbrecher oder Abiturientinnen sind selten geworden im Journalistenberuf. Also entwickelten Mitglieder des Bundesvorstands ein Modellprojekt für bessere Kontakte zu den Studierenden, die in großer Zahl in den Journalismus drängen.

    Im November 2001 war es soweit: Im Rahmen des ver.di-Innofonds-Projekts begann Susanne Stracke-Neumann, bisher für den dju-Landesbezirk Bayern im Bundesvorstand, von Berlin aus die Fäden zu ziehen. Die Hochschulen wurden gefragt, an welchen Themen aus der journalistischen Praxis sie Interesse haben. Sowohl Medieninstitute wie Career Services antworteten und die Reiserei quer durch Deutschland begann.

    Auf der anderen Seite war es das Ziel, viele Kolleginnen und Kollegen zu finden, die den Kontakt mit den Hochschulen in ihrer Umgebung knüpfen und nach dem Projektende 2003 fortführen.

    Foto ver.di Münchner Presseclub  – Die neue Site dju-campus wird von Initiator Klaus Schrage im Münchner Presseclub vorgestellt.

    An mehr als 40 Hochschulen kamen allein in den beiden Projektjahren über 100 dju-Auftritte zusammen. Aus der Diskussionen mit vielen jungen Leuten entstand neues Infomaterial für den journalistischen Nachwuchs und das barrierefreie Hochschulportal dju-campus.de. Am 14. Juli 2003 wurde es im Münchner Presseclub vorgestellt. Hier, wie bei dem Infomaterial, waren junge Leute an Inhalt und Gestaltung stark beteiligt: Ein Kurs der Münchner Journalistenakademie Hooffacker und Partner hatte das Hochschulportal in ganz kurzer Zeit möglich gemacht.

    Presseagenturen berichteten über die neue Site. Von Journalistenlinks.de erhielt das dju-Hochschulportal fünf Sterne. Für die bayerischen Ideengeber und Betreuer Klaus Schrage, Bernd Mann, Georg Escher und die Projektleiterin war dies ein Erfolg, den sie so schnell nicht erwartet hatten.

    Foto ver.di Hochschüler und Profis, dju--Campus  – Hochschüler und Profis, Wissenschaft und Praxis zu verbinden war das Ziel von dju-campus.

    Das Projektende zu Silvester 2003 hat dju-campus überlebt, doch die Zeit dreht sich weiter. Die Nachwuchsarbeit in der dju ist heute durch ein enges Netz von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen  breiter gefächert: nicht nur Studis, sondern auch junge Berufseinsteiger, Praktikanten und Volontärinnen ebenso wie junge Redakteure und freie Journalistinnen sollen von dem Infoangebot und den Aktivitäten der dju für junge Leute profitieren. Deshalb ist aus dju-campus jetzt dju.verdi.de/Junge-dju geworden. Aber weil die dju-campus-Adresse so griffig ist, führt auch sie weiterhin zu den jungen Seiten der dju.